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IN-LIVE Cocktail-Schule – mein erstes Projekt mit Astro

Ich hatte ja schon lange vor, mal ein realistisches Projekt mit Astro umzusetzen. Mein langjähriger Freund und Trauzeuge hat, nachdem wir schon länger darüber gesprochen hatten, seine Seite mal zu verbessern, das ganze vertrauensvoll in meine Hände gelegt.

Seine Seite ist eigentlich eine reine Marketing-Seite, so dass der Inhalt zu 90% statisch ist und bleiben kann – ein fast perfektes Szenario für das Astro Content Layer.

Also erstmal überlegen, was man mit den restlichen 10 Prozent macht. Meine erste Idee war, dass ein CSV hochgeladen und geparst wird. Das hat sich in einem ersten Test als nicht sehr bedienerfreundlich entpuppt. Ein Google Sheet als API, wie ich es damals bei dem Gamingbooster gemacht habe, ist hier in diesem Kontext leider auch schwierig aufgrund der Startup-Zeiten bei der Google API.

Letztendlich sind wir dann bei Contentful gelandet, das Free Tier ist mehr als ausreichend für den Veranstaltungskalender. Und später dann vielleicht auch noch ein bisschen mehr.

Die Buchungen der Cocktailkurse etc. werden durch externe Bookingwidgets eines Anbieters dafür erledigt, diese sind als custom-elements umgesetzt und können ohne Probleme auch auf der neuen statischen Website eingebunden werden.

Astro 4 und Astro 5

Da ich aufgrund externer Umstände recht lange mit dem Projekt beschäftigt war, ergab sich der glückliche Umstand, dass ich bei ca. 50% der Fertigstellung auf Astro 5 Beta und bei ca. 90% auf Astro 5 ‘gold’ wechseln konnte.

Das war ein mega Boost für das Projekt, der Change im Content Layer hat weniger Probleme gemacht als gedacht, alle MDX-Files sind sauber typisiert und durch die neuen Relations ist der Content auch besser in sich aufgebaut (und queryable).

Dazu die neuen Responsive-Images und das Image-Cropping in den astro:asset Features – Ein Traum und bezahlt gleich 2 der 4 grünen 100er Ringe bei Lighthouse.

Screenshot der Lighthouse-Untersuchung

SEO

Natürlich darf eine Optimierung für eine solche Seite nicht fehlen:

  1. Sauber strukturierte Überschriften / Listen und Navigationen – was man seit den 90ern schon als “semantisches HTML” kennt.
  2. Title, Descriptions, alt-Attribute und Co.
  3. Korrekte Statuscodes

Accessibility

Wer mich kennt, weiß, dass ich da sehr nervig sein kann. Das BFSG steht vor der Tür, also haben wir das gleich mit berücksichtigt: Das Design ist nicht nur responsive, es ist auch tastatur-navigierbar. Kontraste etc. wurden alle mit WebAIM dauerhaft geprüft und angepasst. Die Bilder haben alle alt-Texte, wenn notwendig oder explizit keinen, wenn es nur Design-Bilder sind.

Komponenenten, die eigene Überschriften enthalten können die korrekten Heading-Level von außen mitgegeben bekommen, so dass sie universeller einsetzbar sind. Sinnvolle Überschriften sind schließlich auch ein Thema beim BFSG, ebenso wie die anderen semantischen Themen.

Die FAQ-Akkordeons z.B. sind per custom-element erweiterte Definition Lists, die diese Frage-Antwort-Hierarchie schon abbilden.

Deployment

Mittlerweile gibt es 2 Versionen der Seite, eine Version die bei Netlify auf Basis des Develop-Branches gebaut wird, eine Version die per Gitlab Runner gebaut und dann auf dem finalen System deployed wird. So haben wir Gitlab als generelles Preview und Feature-Branches und ein sauberes Deployment auf einem komplett anderen Host.

Die Zukunft

Spannend wird es, wenn man sich überlegt, dass man die Content-Pflege in Zukunft auf ein Headless-CMS übernehmen kann und mit der Content-Struktur weiterarbeiten kann oder dann ggf. irgendwann mehr Interaktion in die Seite kommt. Ich bin gespannt, was da noch kommt.

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Ein Experiment: EurKEY

Manchmal möchte man Dinge ändern, in der Hoffnung, etwas zu verbessern. Nachdem der Kollege neben mir sich eine neue Tastatur gekauft hat, war ich einigermaßen fasziniert, was die Welt der mechanischen Tastaturen so offenbart.

Allerdings ist da meiner Ansicht nach ähnlich viel Glaube und Vorliebe darin, wie bei den Stereonerds der 80er und 90er. Ab einem gewissen Punkt und Preis wirds halt esotherisch.

Allerdings habe ich dann von einer sehr interessanten Möglichkeit erfahren, mein Game ein bisschen aufzupeppen: EurKEY. Das ist doch mal ein guter Grund, ein neues Keyboard zu kaufen.

Parallel zur Recherche nach einem Keyboard für meine Bedürfnisse habe ich das Layout auch schon mit meiner ISO-Tastatur getestet. Da ich momentan wenig programmiert habe, ist das noch ein bisschen in der Schwebe und fertig dran gewöhnen muss man sich ja auch noch.

Dieser Artikel entsteht bereits auf meinem neuen Keyboard und das meiste geht tatsächlich sehr reibungslos von statten. Mal schauen wie das weitergeht.

Spannende Punkte bei mir sind:

  1. Ich nutze das Keyboard an Mac und Linux. Hier kommt zur Umstellung auf EurKEY auch dazu, dass ich die Tastenkombis im Prinzip doppelt lernen muss (bzw. das Unterscheiden der Modifier-Taste, wenn ich zwischen den Systemen wechsle)
  2. Umgang mit der Tatsache, wenn ich im Büro ein anderes Keyboad als zuhause nutze.
  3. Werde ich es schaffen, nicht in ein neues Sammelhobby abzurutschen?
  4. Wird sich das Entwicklen durch die bessere Erreichbarkeit der entsprechenden Steuersymbole wirklich beschleunigen?
  5. Ein “finales” Keyboard wird auf jeden Fall eines mit QMK/VIA Support, da ich das ganze ja unter Mac und Linux nutze und damit nicht auf Win/Mac-Software alleine bauen kann (I’m looking at you, Steelseries & Co.!)

Wenn euch das interessiert werde ich versuchen in einem und 3 Monaten ein Zwischen- und ein Fazit zu schreiben. Und dann ggf. nach einem etwas dauerhafterem Keyboard zu suchen. Ich hab da schon Ideen, die über das RK84 hier hinausgehen. Mal schauen.

Aktuell tue ich mich besonders bei y/z schwer und den Umlauten die unter Mac auf dem Winkey (als AltGr) liegen, unter Linux mit aber mit dem (richtigen) Alt bzw. AltGr-Key geschrieben werden. Aber es wird von Tag zu Tag einfacher…

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Tirade Teil 2: Fernseher

“Smart TV” ist auch nur eine schnieke Abkürzung für “Wenn Du deinen Fernseher ans Internet hängst, zeigt er Dir auch in den Menüs mehr Werbung als 1Live und RTL nachts um 2 zusammen”

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Tirade: Wann ist das mit der Hardware eigentlich so falsch abgebogen?

Und wieso braucht man mittlerweile für jedes bekloppte Zubehör ne eigene App und Benutzerkonten?

$Kopfhörer will ne App mit Benutzerkonto und “überspringen”-Dark Pattern. $Maus-und-Tastatur-Lieferant hat halt einfach gleich 2 Apps, natürlich sehr gerne mit Benutzerkonto. Um den Pro-Controller mit Remap zu Konfigurieren, brauchts dann auch noch ne $Controller-Hersteller-App. Hab ich bisher nicht, vermutlich aber auch mit Benutzerkonto.

Und was machen Leute, die einfach nur an der Konsole zocken wollten, weil man da den ganzen Klumbatsch nicht hat? Vielleicht keinen PC / Mac haben, auf dem die ach so tollen GrützeProgs, mit denen man alle meine Geräte mit meinen persönlichen Eingaben zu verknüpfen, nicht laufen? Versteht das nicht falsch, die Hardware ist ja in der Regel durchaus brauchbar, aber dieser App-Zwang…

Programme, die jedes für sich dann alle einfach irgendwie Updates laden und Server-Funktionen anbieten (Software des $Maus-und-Tastaturherstellers, ganz großes Kino)

Was soll da schon schief gehen? Und dann sind die 32GB RAM unter Windows, oder die 16GB auf dem Mac ruckzuck durch drölfzehn Electron-Config-Apps belegt, die alle im Hintergrund rumschimmeln, RAM in Server-Dienste verwandeln und die Ports offen halten, bis der RAM am Ende ist. Eigentlich ganz praktisch, dann laufen die Exploits auch langsamer, die die ganzen grottigen Teile aufreißen.

Mal ernsthaft. Dinge, die ich die letzten Jahre nicht vermisst habe:

“Bitte melde Dich an der App mit deinem Nutzerkonto an um dein Zubehör zu personalisieren”

So oder so ähnlich, fast jedes Zubehörteil

App alleine ist schon genug nervig. Aber Benutzerkonto? Wofür? WOFÜÜÜÜÜÜÜR? Das ist genauso dumm wie Online-Zwang für Single-Player-Spiele, die komplett von der Konsole laufen. Aber das ist ein zu weites Feld für diesen Post.

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Hilfe!? Wie gut ist die Kindersichung beim Kindle Fire Kids?

Ich schwanke gerade zwischen stolz und ängstlich. Mein 6-jähriges Kind hat es ohne Lese-Kenntnisse und nur durch rumprobieren geschafft, die Amazon-Kids-Zeitbeschränkung teilweise zu umgehen, indem es

  • die System-Screenshot-Funktion nutzt um einen Screenshot des Sperrbildschirms zu erstellen und diesen
  • per “share” an eine Mal-App zu übergeben, die
  • dann einfach beliebige Ausmalbilder malen lässt.

Ich hatte ja schon irgendwie damit gerechnet, vielleicht sogar gehofft, dass so ein Tag mal kommt, aber doch nicht schnell.

Nachtrag: Der App-Switcher (Das viereckige Kästchen) erlaubt auch wenn die Zeit rum ist, dass man in vorher benutzte Apps zurückspringt… Yay.

Update 17.10.: Der Amazon-Kundendienst hat sich auf meine Rezension hin gemeldet. Das wird spannend 🙂