Wochenbericht 2015.14

Firefox Version 37 wird veröffentlicht. Besondere Neuigkeiten dabei: Neues Feedback-System „Heartbeat“ mit Opt-Out, bessere Certificate revocation Unterstützung, bessere Verschlüsselungsaushandlung bei HTTP/2, TLS-Bereinigungen. Für Entwickler: Animation-Debugging in den Dev-Tools, Security-Panel, Benachrichtigung zu schlechter Verschlüsselung in der Konsole. Bei de WDRL#58 gibt es noch den Hinweis, dass Firefox in Version 37 auch KeyCodes ändert.

In eigener Sache: Die Seite läuft nun komplett auf SSL.

Facebook trackt jeden. Was für eine Überraschung. Nunja, eigentlich nicht. Die Like- und Share-Buttons, die sich wie Krebs im Internet verteilt haben, bilden wohl die effektivste Tracking-Maßnahme der Welt. Schließlich gibt es genug Seitenbetreiber, die sich gegen Google-Analytics wehren, dann aber munter siebenundrölfzig Sharing-Buttons auf die Seite klatschen. An dieser Stelle sei Shariff von Heise empfohlen, das das ganze webtechnisch auch sicherer machen kann.

Die Hölle friert zu: Es gibt einen Gesetzentwurf gegen Routerzwang. Wie zu erwarten laufen die Netzbetreiber Amok, insbesondere die Kabelnetzbetreiber. Mag sein, dass das Kabelnetz ein shared Medium ist, aber warum die Bekanntgabe der Zugangsdaten und softwareseitige Prüfung (die ja auch jetzt schon existiert) das Fernmeldegeheimnis verletzt, verstehe ich nicht. Prinzipiell kann auch jetzt schon jeder sich an eine TV-Leitung klemmen und die Daten ausschnorcheln, oder (In den USA klappt das mit dem Cable Internet ja auch mit ohne Routerzwang)?

In Let Links Be Links beklagt sich Ross Penman darüber, dass viele Entwickler, die Semantik mit der Benutzung von Frontend-Frameworks völlig vergessen und statt Links, die in REST-Umgebungen auch ordentlich funktionieren, teilweise absichtlich, teilweise durch Unwissenheit unnötig kaputt machen, was auf Endgeräten mit weniger Performance kritisch sein kann, wenn nicht mal ein Fallback existiert.

Auswärtiges Amt hat sich weitgehend von Linux verabschiedet. Nach den Querelen in München die nächste (wenn auch nicht so genannte) Rückmigration. Natürlich sprießen im Heiseforum schon munter verschiendenste Verschwörungstheorien.

Bower Version 1.4.0 ist veröffentlicht. Killerfeatures: Private Repos auf Github mit login und unregister und verbessertem Windows-Support.

Kommentare sind geschlossen.