File-Based-CMS: Kirby vs. Stacey

Ich habe mich in der Vergangenheit mal ein bisschen mit so genannten „Static Web Page Generators“ auseinandergesetzt, also Systeme wie Jekyll, Hyde, „Octopress“ und vor allem Docpad. Docpad ist ja bei allen genannten mein Favorit. Es basiert auf Node.js und läuft auch unter Windows ohne große Mühen. Allerdings gibt es noch eine Zwischenlösung zwischen komplett statisch ausgelieferten Seiten und den „großen“ Playern wie z.B. WordPress, TYPO3 und Joomla.

Dazwischen liegen ein paar kleine Perlen, die so genannten „file based CMS“. Dazu habe ich mal zwei der CMSe angeschaut: Kirby und Stacey. Wie ich auf Kirby gekommen bin weiß ich nicht mehr genau, vermutlich über einen Artikel bei Dr. Web Magazin.

Stacey habe ich dann über Kirby entdeckt. Während ein Bekannter von mir mit Kirby recht schnell Ergebnisse produziert hat, bin ich mit Stacey nur langsam warm geworden. Zuviele Fragen bleiben offen in der aktuellen Phase.

Daran kann man eines sehr gut erkennen: eine gefällige Präsentation und eine auf den ersten Blick sehr gute Dokumentation, die auch ohne große Hürden Rückfragen bietet, hilft Einsteigern und Interessierten, sehr schnell in die Materie hineinzukommen.

Im Gegensatz dazu ist Stacey eher spartanisch präsentiert und schreckt auf den ersten Blick ab. Die Ideen, die in dem CMS stecken sind aber durchaus gut, die Referenzenliste ist beeindruckend vielfältig.

Gemeinsamkeiten

Beide Systeme haben trotz aller äußerlichen Unterschiede den gleichen Ansatz und ein fast identisches Konzept: Nur soviel wie nötig. In der Standard-Ausführungen haben beide Systeme kein Frontend, das Bearbeiten der Dateien geschieht via FTP und Texteditoren. Kirby bietet hier auch noch eine Erweiterung, die das ganze auch teilweise in einem Webfrontend ermöglicht, aber eigentlich ist das nicht die Standard-Funktionalität.

Ausblick

Kirby hat eine bestehende Nutzerschaft und einen aktiven Entwickler, der sich über Production Lizenzen finanziert. Interessant wird, ob Kirby 2 einen ähnlichen Bruch produzieren wird, wie Stacey 3.0, das aktuell noch sehr unfertig ist. Kirby bietet aktuell mehr Möglichkeiten, das System „Endkundentauglicher“ zu konfigurieren, unter anderem auch durch Dinge wie das Kontaktformular-Plugin.

Trotzdem werde ich beide Systeme für die Zukunft im Auge behalten.

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