3 Tipps wie man Dienstleister glücklich macht und dabei Geld spart

Man sagt ja immer, Entwickler sind so unheimlich schwierige Menschen. Wenn man gute Dienstleister haben möchte, gibt es ein paar kleine Dinge, die nachhaltig das Kunden-Dienstleisterverhältnis verbessern können – und ihnen Geld und Nerven sparen


1. Rufen Sie nicht an, wenn es nicht WIRKLICH dringend ist

Ruf‘ nicht an! Anrufe sind beim entwickeln so ziemlich das dümmste, was einem passieren kann. Man arbeitet an Projekt A und Kunde von Projekt B ruft an und will nur mal kurz wissen ob dies oder das. Es ist aber nicht so wichtig, hat auch bis zum Ende der Woche Zeit. Dieser 5-Minuten-Anruf kostet den Entwickler mindestens 15, eher 30 Minuten zusätzlich zu dem Telefongespräch:

  • Telefonieren
  • Vereinbartes aufschreiben (Ticket-System?)
  • Wieder in die Arbeit finden

Das kann man ganz einfach besser machen, indem man eine E-Mail schreibt oder zum Beispiel ein Ticket anlegt. Fragen Sie ihren Dienstleister, was er gerne hätte. Er arbeitet zwar für Sie, aber alles, was den Dienstleister bremst, kostet Geld. Im Zweifelsfall ihres.

2. Lernen Sie, Fehler und Erweiterungen zu formulieren

„Geht nicht“ ist kein Fehlerreport. „Geht nicht richtig“ ist es erst recht nicht. Unvollständige Fehlerreports und Erweiterungsspezifikationen tun vor allem eins: Geld kosten.

Alles was man bei ihnen nachfragen muss, kostet Geld. Ihres. Gern genommene Kostenfaktoren im Bereich Web:

  1. Was geht nicht? Ging es vorher? Wurde was am System geändert?
  2. Keine URL
  3. Kein Browser angegeben
  4. „Bildschirmauflösung? Wo soll der sich denn auflösen?“
  5. „Betriebssystem? Sie meinen Dell? Oder das blaue E?“
  6. Schritte zum reproduzieren des Fehlers

3. Schicken Sie Medien in den richtigen Formaten

.doc ist keine Screenshot-Datei und Word kein Bildbearbeitungsprogram! Niemals. War es nicht, ist es nicht, wird es nicht. Excel und Powerpoint übrigens auch nicht.

Bilder haben üblicherweise die Endungen .jpg, .jpeg, .gif, .png, .svg. PSD-Dateien, Illustrator, Freehand: Teure Programme, die Designer verwenden. Das sind keine Screenshots. Sie können gerne nutzen was sie wollen, wenn Sie Screenshots mit Anmerkungen versehen müssen. Aber bitte: Exportieren Sie die Bilder danach für’s Web. Dann kann man die Dateien in einem Ticketsystem auch im Browser ansehen.

Wenn Sie Fehler auf Webseiten per Screenshot dokumentieren: Sorgen Sie dafür, dass man Betriebssystem, Browser und URL erkennt. Optimal ist, wenn Sie die URL nochmal als normalen Text dazukopieren.

Bonus-Content: Wenn Sie ein Ticketsystem haben: Eine Änderung pro Ticket

Wenn Sie ein Ticket haben, in welchem z.B. eine Änderung der Linkfarbe organisiert ist, packen Sie am Ende nicht die Änderung der Hintergrundfarbe der Website hinein. Machen Sie ein eigenes Ticket dafür! In der Regel berechnen Anbieter Arbeitszeit, nicht Ticket-Anzahl!

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das sollte man dem Kunden als „Must-Read“ vor Vertragsunterzeichnung unterschreiben lassen, dann wäre das IT`ler Leben so schön *Träum*.

  2. Ein paar sehr gute Tipps, die in erster Linie viel Zeit einsparen und somit auch Kosten. Da sollte unbedingt jeder beachten, dann fällt so manche Arbeit doch um einiges leichter.