3 Ressourcen für Templates unter Creative Commons Lizenz

Wenn die Zeit oder das Budget bei einem Kunden knapp ist, greife ich gerne zu Lösungen „von der Stange“. Das muss auch nicht zwingend etwas schlechtes sein. Viele Templates sind mit wenigen CSS-Änderungen durchaus Wandlungsfähig. Und wenn man nach Stunden abrechnet und die nicht komplett exklusive Lösung dem Kunden auch passt, ist das nicht mal ein oder anrüchig: Es verbessert das Preis-Leistungsverhältnis stellenweise enorm.

Zusätzlich zu einem Theme-Fundus für WordPress kann ich folgende Seiten für die Templatesuche empfehlen:

Die Templates sind, was den Funktionsumfang angeht sehr unterschiedlich. Die HTML5-Seiten haben sich allerdings fertige Responsive-Templates auf die Fahne geschrieben. Während diese die Templates zumindest auf den Seiten nur als CC-Lizenz anbieten, bietet Free CSS Templates auch die Möglichkeit, die Quellenangabe ab einer Spende von 5 Dollar zu entfernen. Die drei Seiten würde ich übrigens als prinzipiell seriös einstufen.

Weitere Links:

Fragmentiert Microsoft die eigene Browserlandschaft?

Microsoft lässt Details zu Windows 8.1 aus dem Sack. Webentwickler werden sich freuen: Die Zersplitterung nach Browsern und Plattformen in der MS-Browser-Welt wird wohl zunehmen (siehe „Internet Explorer 11“). Da hatte man 10 Jahre lang einfach nur einen einzigen Browser aus Redmond, so haben Windows7-User vermutlich maximal IE10. Und User von älteren Versionen wohl noch IE9 maximal. Damit wären, wenn man XP ausnimmt, mindestens 3 Browserversionen mit extrem unterschiedlichen Abilities unterwegs.

Sollte MS eine erneute Marktbedeutung anstreben: So wird das jedenfalls nichts.

PS: Das ganze basiert gerade auf einer Vermutung

File-Based-CMS: Kirby vs. Stacey

Ich habe mich in der Vergangenheit mal ein bisschen mit so genannten „Static Web Page Generators“ auseinandergesetzt, also Systeme wie Jekyll, Hyde, „Octopress“ und vor allem Docpad. Docpad ist ja bei allen genannten mein Favorit. Es basiert auf Node.js und läuft auch unter Windows ohne große Mühen. Allerdings gibt es noch eine Zwischenlösung zwischen komplett statisch ausgelieferten Seiten und den „großen“ Playern wie z.B. WordPress, TYPO3 und Joomla.

Dazwischen liegen ein paar kleine Perlen, die so genannten „file based CMS“. Dazu habe ich mal zwei der CMSe angeschaut: Kirby und Stacey. Wie ich auf Kirby gekommen bin weiß ich nicht mehr genau, vermutlich über einen Artikel bei Dr. Web Magazin.

Stacey habe ich dann über Kirby entdeckt. Während ein Bekannter von mir mit Kirby recht schnell Ergebnisse produziert hat, bin ich mit Stacey nur langsam warm geworden. Zuviele Fragen bleiben offen in der aktuellen Phase.

Daran kann man eines sehr gut erkennen: eine gefällige Präsentation und eine auf den ersten Blick sehr gute Dokumentation, die auch ohne große Hürden Rückfragen bietet, hilft Einsteigern und Interessierten, sehr schnell in die Materie hineinzukommen.

Im Gegensatz dazu ist Stacey eher spartanisch präsentiert und schreckt auf den ersten Blick ab. Die Ideen, die in dem CMS stecken sind aber durchaus gut, die Referenzenliste ist beeindruckend vielfältig.

Gemeinsamkeiten

Beide Systeme haben trotz aller äußerlichen Unterschiede den gleichen Ansatz und ein fast identisches Konzept: Nur soviel wie nötig. In der Standard-Ausführungen haben beide Systeme kein Frontend, das Bearbeiten der Dateien geschieht via FTP und Texteditoren. Kirby bietet hier auch noch eine Erweiterung, die das ganze auch teilweise in einem Webfrontend ermöglicht, aber eigentlich ist das nicht die Standard-Funktionalität.

Ausblick

Kirby hat eine bestehende Nutzerschaft und einen aktiven Entwickler, der sich über Production Lizenzen finanziert. Interessant wird, ob Kirby 2 einen ähnlichen Bruch produzieren wird, wie Stacey 3.0, das aktuell noch sehr unfertig ist. Kirby bietet aktuell mehr Möglichkeiten, das System „Endkundentauglicher“ zu konfigurieren, unter anderem auch durch Dinge wie das Kontaktformular-Plugin.

Trotzdem werde ich beide Systeme für die Zukunft im Auge behalten.

Android Studio 0.1 veröffentlicht

Nachdem Google sich in der letzten Zeit bei den so genannten „Digital Natives“ mit der Schließung des Google Readers und Freunden von offenen Protokollen (was mich definitiv nicht ausschließt) eher unbeliebt macht, ist die Ankündigung, eine komplette „Android-IDE“ namens „Android Studio“ zu veröffentlichen eine etwas positivere Nachricht.

Natürlich bin z.B. ich durchaus in der Lage, mir Eclipse mit dem Android SDK und den Android Developer Tools zu konfigurieren. Aber die Frage ist, ob ein Entwickler, der sich „mal eben schnell das angucken will“, diese Mühen macht. Eher nicht. Und auch wenn man jetzt argumentieren will, dass Entwickler ja Schmerzen gewöhnt sind und damit klarkommen, weil Sie ja den Durchblick haben und so: Mag sein. Aber auch Entwickler mögen schicke Software, die „einfach“ funktioniert.

Und wenn man ein JDK installiert hat, ist man hier mit dem Android-Studio schon mal sehr schnell auf dem Weg.

Bye bye, Google Talk

Wie einige schon mitbekommen haben werden, hat Google auf der I/O seinen neuen Messenger Hangouts vorgestellt, der Google Talk ablöst.

Ich selbst kann mich mit dem neuen Dienst wenig anfreunden. Zum einen fehlt mir die klassische Kontaktliste, die mir anzeigt, wer gerade online ist. Das wäre aber noch zu verkraften und sicher hätte ich mich mit dem neuen Bedienkonzept irgendwann angefreundet.

Was ich allerdings bedenklicher finde, ist dass sich Google vom offenen XMPP Standard verabschiedet. Wäre es nur die Server-2-Server Kommunikation, hätte ich auch darüber hinwegsehen können, da ich zur Zeit keine Kontakte bei anderen Jabber-Diensten habe. Allerdings kann man wohl auch keinen Jabber Client wie z.B. Pidgin mehr nutzen, um mit seinen Google Kontakten zu kommunizieren. Bisher funktioniert das zwar bei mir noch, allerdings weiß ich nicht, wie das bei neuen Kontakten aussieht.

Daher habe ich mich entschlossen, Google Hangouts den Rücken zu kehren, und mich bei einem klassischen Jabber Server zu registrieren. Man erreicht mich ab sofort unter alexs@jabber.ccc.de. Es gibt aber auch unzählige weitere Provider. Das ist das Schöne an der Verwendung von offenen Standards: man hat die Wahl.

Bei den Clients fiel meine Wahl für meine Desktop-Rechner bzw. Notebooks auf Pidgin. Es ist ein Multi-Protokoll-Client, der neben Jabber noch viele andere Protokolle wie AIM, ICQ, IRC usw. unterstützt. Er ist kostenlos, OpenSource und es gibt unzählige Plugins, mit dem man seine Funktionalität noch erweitern kann. Für mein Android-Smartphone teste ich zur Zeit Xabber. Die App macht bisher auch einen guten Eindruck, hat jede Menge Features und ist ebenfalls kostenlos und OpenSource. Außerdem unterstützt sie, genau die Pidgin, OTR Verschlüsselung.

Es folgt eine kurze Einweisung, wie man in Pidgin ein Konto auf dem Jabber Server des CCC einrichten kann.

Bitte lasst euch nicht durch den längeren Part bezüglich der SSL Einrichtung abschrecken. Das geht bei anderen Anbietern sicher einfacher 🙂

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