Podcast-Empfehlungen für Webworker

Englischsprachige Podcasts zu Webdevelopment-Themen gibt es wie Sand am Meer. Deutschsprachige sind da eher mau gesäht, wenn ich das so grob überblicke. Empfehlen kann ich folgende, die ich auch selbst regelmäßig höre:

  • Working Draft

    Wöchentlicher Podcast über aktuelle Themen aus der Entwickler-Welt.

  • Vier Diskussionen

    Der „Mal eher wenn mal Themen anliegen“-Podcast mit viel Konferenz- und Selbstständigen-Know-How. Bisschen mehr meta als Workingdraft.

Wenn ihr weiter Tipps habt, her damit!

display: table-row – Nicht alles was glänzt ist Gold!

Neulich schrieb ich ja schon über den sehr interessanten Styling-Ansatz von Google Chrome in Verbindung mit display: table-row. Das entdeckte ich im Zuge des Produktkonfigurator-Projekts. Nun hat es sich ergeben, dass ich im Zuge einer Optimierung eines Webshops für einen Kunden umsetzen sollte, dass alle Footer-Widgets (genauer: 4 Listen mit Navigationspunkten, aufgeteilt auf 4 Spalten) als jeweils eine Box mit gleicher Höhe wie die anderen 3 dargestellt werden sollte.

Das ganze soll natürlich möglichst dynamisch sein, damit unterschiedliche Schriftrenderings auf unterschiedlichen OS- und Browserkombinationen problemlos läuft. Vorgabe des Kunden: Alte Browser (IE<10) dürfen schlechter aussehen, aktueller Firefox ist die Referenz. (‚Und alle so yeah!‚).

Vorher schon habe ich im Zuge der Kästenanpassung für die Breitenoptimierung der Kästen auf box-sizing: border-box; umgestellt, so dass ich außer den Margins hier eigentlich keine größeren Probleme erwartete: Einfach die Kästenelemente auf Tabellen-Zellen-Style umstellen, fertig – wenn eine Zelle höher wird, werden die anderen automatisch auch höher. Jung und naiv.

Nach einer Experimentierphase mit zwei Wrap-Elementen, die display: table und display: table-row stand fest: Es gibt keine Möglichkeit bei display: table und Co., das Spacing der „Tabellenzellen“ zu beeinflussen, so dass eine breiter Kasten statt 4 angezeigt wurde. Margins: Ein Ding der Unmöglichkeit. Und weiter mit Wrappern innerhalb der Kästen um das alte Design wieder herzustellen fand ich nicht zielführend.

Ich hatte dann doch kurz überlegt, ob ich nicht das Javacript von OXID anschauen und wieder aktivieren sollte, welches eine Equalheight-Funktion hat, die aber scheinbar mit border-box nicht klarkommt. Da der Kunde (für einen Webshop) sehr progressiv auf Browserebene arbeitet, hab ich dann überlegt, welche Möglichkeiten CSS only dann noch in Frage kommen, ohne am DOM viel zu verändern und dachte mal kurz an das Flexbox-Modul. Und hey: Es funktioniert ab IE10 und in allen modernen Browsern.

Dazu kam folgende Anforderung, die die Entscheidung leichter machte: der letzte Kasten, der bisher nur eine Zeile enthielt wurde mit mehr Inhalt (dynamisch) gefüllt, war nun aber 1 Zeile länger als die anderen Kästen.

Wrapper um die Kästen mit display:flex-box und die Kästen auf flex:1 gesetzt, fasst in allen aktuellen Browsern. IE 8 und 9 kennen Flexbox nicht und machen einen Fallback auf die bereits vorhandene float-Lösung (wodurch der 4. Kasten geringfügig größer ist als die anderen).

Performance steigern für WordPress Child-Themes: Alternative zu @import

Oft findet man beim Thema WordPress Child Themes den Hinweis, dass man die Parent-Theme-CSS-Datei im Childtheme dann mittels @import übernehmen soll, wie z.b. so:

/* Use @import, to borrow the style sheet from the Waipoua parent theme */
@import url('../waipoua/style.css');

Das ist zwar richtig und funktioniert, kann aber durchaus nachteilige Effekte auf das CSS-Rendering und Ladeperformance haben. Schließlich wird erst die Child-Theme-Datei geladen, die stößt den Parent-Download und dann muss das ganze lustig berechnet werden.

Einfacher ist es, wenn man die Parent-Style-Datei entweder komplett kopiert oder direkt im HTML einbindet.

Methode 1: Kopieren des Parent-Styles

Vorteil: Nur eine Style-Datei, nur ein Request, kein Style-Merging: Optimale Performance

Nachteil: Beim Theme-Update müssen Differenzen ggf. mühsam  per Hand übertragen werden.

Methode 2: Einbinden ins HTML statt per @import

Vorteil: Update-Kompatibel, nur geänderte Styles müssen in die Datei, Performance besser als bei @import

Nachteil: Perfomance ist schlechter als eine Kopie des Parents

Mein Senf: Methode 2 gewinnt

Aus meiner Sicht ist die Methode 2 besser geeignet, da hier der Wartungsaufwand bei Theme-Updates gegen 0 tendiert, genau wie bei @import. Aber wie funktioniert das?

Zuerst löscht man die @import-Zeile aus der style.css. Dann fügt man in die functions.php folgendes ein:

add_action('wp_enqueue_scripts', 'add_parent_css');
function add_parent_css() {
	wp_enqueue_style('waipoua_main', get_template_directory_uri() . '/style.css', false, '');
	wp_enqueue_style('waipoua_child', get_stylesheet_uri(), 'waipoua_main' );
}

Hier passiert folgendes: Mit get_template_directory_uri() bekommt man das Verzeichnis des Parent-Themes, während man mit get_stylesheet_uri() die Stylesheet-URL des aktiven (in diesem Fall des Child-) Themes bekommt.

Die Namen für die Stylesheets („waipoua_main“ und „waipoua_child“) sind in diesem Fall der Umgebung bei Develovers.de geschuldet, die könnt ihr nennen wie ihr wollt.

Schon meckern Perfomance-Tools evtl. nur noch die Einbindung mehrerer Stylesheets an, aber nicht mehr die Verwendung von @import.

Das beste Projektmanagement hält nur so lange, bis der Kunde eine erste Fehlerbeschreibung über mehrere Tickets „der Einfachheit halber“ per Word macht und per E-Mail schickt.